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Matthias Fritton
12.12.2017   News
PR-General Fritton tritt ab
Kommunikationschef Matthias Fritton wird die Deutsche Börse verlassen. Der Generalbevollmächtigte werde seine Tätigkeit für den Dax-Konzern zum 31. Dezember 2017 beenden, schrieb das Unternehmen in einer internen Mitteilung, die dem PR Report vorliegt. Der Abgang Frittons kommt nicht überraschend.
Als vor einigen Wochen bekannt wurde, dass Theodor Weimer von der Hypo-Vereinsbank zum Jahresende Carsten Kengeter als Vorstandschef der Börse ablösen werde, begannen die Spekulationen über die Zukunft und sogar schon die Nachfolge von Fritton. Nicht nur, weil mit dem CEO oft auch der PR-Verantwortliche wechselt und Fritton als Vertrauter Kengeters gilt.
Rund um die geplatzte Fusion mit der Londoner Börse und die Ermittlungen gegen Kengeter wegen des Verdachts angeblichen Insider-Handels war auch die Kommunikation des Unternehmens in die Kritik geraten: ausbleibender Rückhalt für den Deal auf Seiten der Politik, PR-Fehler und ein miserables Medienbild des CEOs wurden von Kritikern auch Fritton angelastet. Der langjährige Zehnder-Headhunter war Anfang 2016 zu dem Dax-Konzern gewechselt.
In der aktuellen Print-Ausgabe des PR Reports, die vergangene Woche erschienen ist, gestand Fritton: „Waren wir jederzeit informiert und handlungsfähig? Ja. Hatten wir immer die Deutungshoheit? Nein.“
Auf die Frage nach seiner persönlichen Zukunft sagte er damals: "Ich habe große Freude an meiner Aufgabe. Die Entscheidung obliegt natürlich dem künftigen CEO."
In der internen Mitteilung der Börse, über die das Handelsblatt zuerst berichtet hatte, wurde Fritton nun wie folgt zitiert: „Ich bin vor knapp zwei Jahren zur Deutschen Börse gekommen, um an einem großen europäischen Projekt mitzuarbeiten, das leider nicht verwirklicht werden konnte. Ich halte es nun für folgerichtig, dass ich meine Position zur Verfügung stelle. Bei meinem Team bedanke ich mich herzlich für die Offenheit einen Weg mitzugehen, dessen Erfolge mittel- und langfristig erst wirklich sichtbar werden.“
Noch-CEO Kengeter sagte: „Ich danke Matthias Fritton für sein großes Engagement und seinen Beitrag zur positiven Fortentwicklung des Unternehmens. Er hat uns stets auf denkbare politische und gesellschaftliche Implikationen unseres Handelns hingewiesen und ist nie davor zurückgeschreckt, klar Position zu beziehen. Auf der Neuausrichtung seines Bereichs wird das Unternehmen gut aufbauen können.“
Bis auf Weiteres werde Regulierungschefin Alexandra Hachmeister die Themen des Bereichs koordinieren.

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