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08.12.2017   News
"Journalismus ist der beste Einstieg in Kommunikationsjobs"
 
Im Rahmen unserer Serie mit Tipps von Profis für eine Karriere in der Kommunikation haben wir Oliver Santen, Geschäftsführer Kommunikation im Bundesverband deutscher Banken, befragt. Rückwärtsgewandte Kollegen sind ihm offenbar ein Ärgernis.

PR Report: Wo startet man am besten in den Kommunikationsberuf - in einem Unternehmen, in einer Agentur oder in einem Verband?

Oliver Santen: Tja, als Ex-Journalist lautet meine Antwort natürlich: am besten im Journalismus - Online oder Print. Um ein Verständnis für Sprache, Themensetzung, Zuspitzung, Visualisierung und Zeitdruck zu bekommen. Der Berufsstart in einem Unternehmen wäre meine zweite Wahl - hier lernt man insbesondere alle Zielgruppen im Auge zu haben. Stichwort: Prozesse & Abstimmen.

Wie macht man heutzutage in einem Unternehmen oder einem Verband Karriere?

In dem man nie den externen Blick verliert, intern wie extern netzwerkt, alle Zielgruppen im Auge behält, Veränderung treibt, Mehrwert schafft, Haltung zeigt und eine klare Meinung hat.

Womit können Bewerber Sie besonders überzeugen?

Mich überzeugt man mit Neugier und frischen Ideen. Aber auch mit Mut, dem Hinterfragen von Bestehendem, mit Selbstbewusstsein und dadurch, dass man Experte auf einem Gebiet ist.

Welche Kompetenzen braucht ein moderner Kommunikator unbedingt?

Ein gute, klare "Schreibe", Verständnis für Visualisierung, Social Media und digitale Kommunikation - aber vor allem Veränderungsbereitschaft. Und zwar dauerhaft.

Das Thema Digital als dringend notwendige Kompetenz wird heute strapaziert. Was heißt Digitalkompetenz eigentlich konkret?

Nicht nur gucken und beobachten, sondern ausprobieren, selber machen und Ergebnisse auswerten und daraus lernen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie groß die Zurückhaltung und Angst davor ist, selber in sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Und dabei rede ich noch nicht mal von Fähigkeiten wie Programmieren oder Datenanalyse.

Wer ist in der PR eines Verbands falsch?

Leute, die gerne sagen: "Das haben wir immer schon so gemacht" oder "Das ist historisch so gewachsen". Aber das gilt ja eigentlich überall, oder?

Ihr wichtigster Tipp für Berufseinsteiger und Young Professionals?

Mut, Entschlossenheit, Neugier und Expertenwissen auf einem Gebiet. Dazu zähle ich beispielsweise Text, Grafik, Programmieren oder Bewegtbild.

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