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30.10.2017   News
degepol zieht sich aus Selbstkontrollorgan zurück
 
Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) muss künftig ohne die Deutsche Gesellschaft für Politikberatung (degepol) auskommen. Die Gründe für den Austritt sind aus der Verbandsmitteilung nicht eindeutig herauszulesen. Die degepol teilte mit, dass "Selbstkontrolle von PR und PA nicht unter einem gemeinsamen, organisatorischen Dach zusammengehen".

Der Rückzug aus dem Organ der freiwilligen PR-Selbstkontrolle im 30. Jahr seines Bestehens hat sich seit längerem angekündigt. Bereits im Mai hatte die Mitgliederversammlung der degepol beschlossen, den Rat gegebenenfalls zu verlassen. Wie der Vorsitzende des berufsständischen Verbands, Dominik Meier, in einem "Editorial" auf degepol.de schreibt, habe sich gezeigt, "dass die Besonderheiten der Public Affairs im DRPR nicht hinreichend abgebildet wurden".
Weiter gibt er zu Bedenken: "Gerade nach der Bundestagswahl und angesichts der unverändert kritischen Begleitung der PA-Branche durch Watchdogs wie zum Beispiel Transparency International, LobbyControl und abgeordnetenwatch.de muss aber das Interesse an einer funktionierenden Selbstkontrolle der Interessenvertretung überwiegen." Daher wolle man andere Modelle der Selbstkontrolle für die Public Affairs-Branche entwickeln. In der Verbandsmitteilung wird auf Differenzen in Hinblick auf Arbeitsweisen, Strukturen, Budgetverwaltung, Effektivität und schließlich auf Satzungsverstöße verwiesen, ohne diese näher zu erläutern.

In einem Statement der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) heißt es, die Meinungsverschiedenheiten zwischen der degepol einerseits und dem DRPR sowie den im Trägerverein vertretenden Verbänden DPRG, Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) und Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) andererseits "lagen in einer pragmatischen und modernen Form der Ratsarbeit, wie zum Beispiel Abstimmung auf einer elektronischen Plattform".
Dazu habe der Trägerverein entsprechende Satzungsänderungen vorgeschlagen, mit den Mitgliedern des Deutschen Rates diskutiert und entsprechend beschlossen. Die Pressemitteilung der degepol lese sich vor diesem Hintergrund "eher wie eine Bestätigung eines schon längst überfälligen und getroffenen Beschlusses".

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