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News / DAX-Konzerne sparen nicht mit Anglizismen
Anm.: Stichprobe und Auswertung Ende Dezember KW 51/2016 bis Mitte Januar KW 02/2017. Quelle: Murtaza Akbar/Wortwahl
21.02.2017   News
DAX-Konzerne sparen nicht mit Anglizismen
 
"Highlight der Iconic Impulses BMW Group Experience in London", "Gender Diversity und Frauenförderung als Teil des Diversity-Ansatzes" - der Einsatz englischer Begriffe und Anglizismen auf den Internetseiten von DAX-Unternehmen ruft bisweilen Stirnrunzeln hervor. 
Auf der Startseite des BMW-Konzerns etwa beträgt ihr Anteil an der Gesamtzahl der Wörter 30 Prozent. Die verschrobenen Sätze, die dabei herauskommen, führt Wortwahl-Chef Murtaza Akbar auf den Versuch von Unternehmen zurück, einen Spagat zwischen Online-, Social Media-, internationaler und deutscher Kommunikation zu schaffen.

Akbar und sein Agenturteam haben zwischen Ende Dezember vergangenen Jahres und Mitte Januar die 30 Startseiten der DAX-Konzerne hinsichtlich Anglizismen und englischer Begriffe untersucht. Dabei wurden sämtliche Bereiche der Seiten inklusive Konzernname, Navigation, Slider et cetera gesichtet.

Während bei Infineon 78 der 245 Wörter Anglizismen und englische Wörter sind (32 Prozent), begnügt sich VW auf seiner Startseite mit 6,6 Prozent englischen Wörtern. Auch ThyssenKrupp (6,96 Prozent), Beiersdorf (7,12) und E.ON (7,38) setzen tendenziell eher auf deutsche Begriffe. Zu häufig benutzten Wörtern gehören beispielsweise "Group", "Relations" und "Corporate".

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