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News / "Ein durch und durch politisch geprägter Mensch"
Claudia Conrad, 2014 (c) Marc-Steffen Unger
21.02.2017   News
"Ein durch und durch politisch geprägter Mensch"
 
Claudia Conrad-Kreml ist tot. Sie starb am Morgen des 5. Februar nach langer schwerer Krankheit in Berlin.

Claudia Conrad-Kreml war ein durch und durch politisch geprägter Mensch und so wundert es nicht, dass ihre erfolgreiche berufliche Laufbahn in Bonn begann und in Berlin weiterging. Nach dem Studium an der Ruhr-Universität in Bochum arbeitete sie in Bonn im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in der Inlandsabteilung, wurde nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Pressesprecherin des neuen Umweltministeriums unter Walter Wallmann und folgte diesem dann nach Hessen in die Staatskanzlei als stellvertretende Regierungssprecherin. Anfang der 90er Jahre kehrte sie nach Bonn zurück und wurde unter dem damaligen CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl Sprecherin der CDU.

Vor fast 15 Jahren wechselte sie die Seiten, kündigte bei der CDU und machte sich 1993 mit der Claudia Conrad Unternehmensberatung in Bonn selbstständig. Später ging sie mit ihrer Agentur nach Berlin und wurde dann 2007 zunächst Geschäftsführerin von Interel Deutschland, 2014 dann Partnerin und Chairwoman.

Claudia Conrad-Kreml war in Berlin und darüber hinaus bestens vernetzt. Sie war aktives Mitglied in vielen Verbänden, zum Beispiel im Netzwerk Public Affairs e.V. (ehemals Arbeitskreis Public Affairs der DPRG) oder im Wirtschaftsrat der CDU. Bloße Mitgliedschaften in einem Verband oder einer Organisation gab es für sie nicht. Wenn sie irgendwo Mitglied war, dann engagierte sie sich auch mit voller Kraft. Viele ihrer beruflichen Kontakte haben sich im Laufe der Zeit zu persönlichen Freundschaften entwickelt.

Claudia Conrad-Kreml war eine Kämpferin für die Interessen ihrer Kunden. Den Kampf gegen ihre Krankheit hat sie leider verloren.

Sie wird uns fehlen, als Mensch, als Freundin und als Kollegin. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, ihrer Mutter und den beiden Töchtern ihres Mannes.

Erich Dederichs

Magazin & Werkstatt