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Jörg Howe (Foto:Daimler)
27.01.2017   News
Schwächen Sie den Journalismus, Herr Howe?
 
Daimler-Kommunikationschef Jörg Howe will seine Abteilung zu einem digitalen Medienhaus umbauen. "Wir werden verstärkt in Inhalte für unsere eigenen Medien investieren", sagte Howe im Interview mit dem PR Report. Vor einigen Wochen gab der Autobauer die Verpflichtung des Bloggers Sascha Pallenberg bekannt. Weitere Digitalexperten sollen folgen.
Howe wehrte sich gegen die Lesart, dass der Konzern den klassischen und den digitalen Journalismus schwäche: "Wir kaufen niemanden weg. Pallenberg geht zu uns, andere kommen nach. Im Gegenteil: Wir verbreitern unsere Basis von Ansprechpartnern für Medien. Mit Pallenberg haben wir jemanden, der genau weiß, was in der Szene verlangt wird. Da geht es auch um Schnelligkeit. Wir müssen schneller, schneller, schneller werden."
Der Konzern wolle einen anderen Blickwinkel einnehmen und Onliner anders bedienen, sagte Howe. "Es gibt bislang keinen Hersteller, der einen wie Pallenberg mit einer völlig anderen Perspektive eingestellt hat. Ich will ungern große Stücke ankündigen, aber in der Szene, aus der Pallenberg kommt, ist angekommen,
dass der Laden sich verändert. Dass wir den holen, ist ein Statement."
Auf die Frage, in welchem Jahr Daimler keine Journalisten mehr brauche und ausschließlich über eigene Medien kommuniziere, sagte Howe: "Ich hoffe nie. Aber ich bin hier nicht als Seher angestellt."
Details zu Howes Plänen gibt es im aktuellen PR Report. Außerdem im großen Interview: Von welchen Medien sich der Kommunikationschef in der Diesel-Krise unfair behandelt fühlt, wer ihn zu Twitter gezwungen hat und warum ihn ein Messie-Syndrom plagt. Hier können Sie das Magazin als E-Paper und Printausgabe bestellen. Oder im iKiosk.

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