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News / Hans-Ulrich Jörges kritisiert die "Süddeutsche Zeitung"
Hans-Ulrich Jörges ("Stern") und Sebastian Vesper (Oberauer Berlin) auf dem DPRG-Neujahresempfang in Berlin. (c) Jens Jeske
20.01.2017   News
Hans-Ulrich Jörges kritisiert die "Süddeutsche Zeitung"
 
Hans-Ulrich Jörges warnt die Medien davor, Gerüchte aus den Sozialen Netzwerken aufzugreifen und ungeprüft zu verbreiten: "Wir müssen aufpassen, dass wir uns mit dem, was in den asozialen Medien passiert, nicht infizieren", so Jörges, der seit 2007 der Chefredaktion vom "Stern" angehört.

Hart ins Gericht geht er dabei mit der "Süddeutschen Zeitung", für die er Ende der 1980er Jahre als Düsseldorfer Korrespondent berichtete. Die "Süddeutsche" hatte über den Inhalt eines Gerüchte-Dossiers über Donald Trump berichtet, das nicht verifiziert werden kann. Buzzfeed hatte es zuvor ins Netz gestellt, mit dem Hinweis, das Dossier sei von einem ehemaligen britischen Geheimdienst-Agenten zusammengestellt worden: "Wir müssen aus diesem Fall unsere Lehren ziehen, wir müssen unsere Standards verteidigen", sagte Jörges unter großem Beifall. Und ergänzte: "Es gibt eine Gattungsgrenze, die darf nicht übersprungen werden. Sonst gehen wir zugrunde." Wenn Qualitätsmedien überleben wollen, dürfen sie nicht die Gerüchteküche anheizen, nur weil sie auf Twitter oder Facebook von anonymen Konten lebhaft diskutiert werden.

Jörges sprach am Donnerstagabend in Berlin beim Neujahrsempfang des Bundesvorstands sowie der Landesgruppe Berlin-Brandenburg der Deutschen Public Relations Gesellschaft. Im Gespräch mit Sebastian Vesper vom Berliner Oberauer-Büro machte "Tagesspiegel"-Herausgeber Sebastian Turner klar, dass in den Sozialen Netzwerken schon 22 Personen so viel Krach machen könnten, als ob sich eine ganze Stadt gegen einen gestellt habe. "Aber dass ist nicht der Fall", so Turner, der die negativen Seiten der sozialen Netzwerke am eigenen Leib erfahren musste, als er OB-Kandidat in Stuttgart war. Man dürfe sich nicht von den locker auf dem Smartphone geschriebenen Tweets oder Facebook-Posts treiben lassen, empfahl er den Fachleuten aus der PR-Welt.

Digitale Transformation Kernthema der PR 2017

2017 werde die PR sich vor allem mit der Digitalisierung beschäftigen müssen, erklärte der Berliner DPRG-Landesvorsitzende Steffen Ritter: "Die Digitale Transformation ist das Thema, das uns alle umtreibt", so Ritter: "Viele sind noch nicht vorbereitet."

Ritter und DPRG-Präsident Norbert Minwegen konnten am Donnerstagabend zahlreiche Mitglieder und Freunde der DPRG im Restaurant Cum Laude begrüßen: Vor Ort waren unter anderem PR Report-Verleger Johann Oberauer, Gerhard A. Pfeffer, Gründer und Herausgeber des "PR-Journal", Sabine Clausecker, Mitinhaberin und Geschäftsführerin der Berliner Kommunikationsagentur CB.e Clausecker | Bingel AG, die frühere baden-württembergische Landesministerin Bilkay Öney, Stephan Becker-Sonnenschein, Die Lebensmittelwirtschaft, Mirco Hillmann, Sprecher Gazprom Germania, Patrick Kammerer, Coca-Cola, Torsten Rössing, Ewald & Rössing und Johannes Tiefensee, Leiter Public Affairs/Presse Berliner Wasserbetriebe.

Themen vieler persönlicher Gespräche: Donald Trump, der anstehende Bundestagswahlkampf und die Berliner Landespolitik.
 

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