Please wait...
News / „Best Case“ Bildungsprämie
14.01.2010   News
„Best Case“ Bildungsprämie
 

Im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages kamen kurz vor Weihnachten erstaunliche Zahlen zur Sprache.

Insgesamt 178.000 Euro hatten Fortbildungswillige von Vater Staat im Jahr 2009 als Beihilfe bekommen. Damit waren im ersten Jahr der „Bildungsprämie“ gerade mal 0,342 Prozent der zur Verfügung gestellten Mittel abgerufen worden. Und das obwohl 2009 bereits 3,8 Millionen Euro für Öffentlichkeitsarbeit und administrative Abwicklung ausgegeben wurden.
„Das 21-fache dessen, was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern letztlich an Prüfungsgebühren erstattet wurde“, wie der SPD-Vertreter im Ausschuss, Klaus Hagemann, berechnete. Seine Pfeile richteten sich dabei natürlich gegen die politisch verantwortliche Bildungsministerin Annette Schavan (CDU).

Dennoch erstaunlich: Die verantwortliche PR-Agentur A&B One präsentiert die Kampagne zur Bildungsprämie aktuell auf ihrer Website mit Datum vom 5. Januar als „Best Case“, wie es im PR-Sprech heißt. Besonders die Tour der vier Infomobile im November und Dezember habe demnach für „hohe Aufmerksamkeit“ gesorgt. Den späten Start der Kampagne führt auch Agentur-Sprecherin Andrea Bergbold zur Verteidigung an: Die Aktionen – außer dem Infomobil die Website www.bildungspraemie.info, ein Anzeigenmotiv, ein Hörfunkspot und Ambient-Media-Maßnahmen wie der „Bildungsprämien-Müsliriegel“ – hätten allesamt erst im Herbst begonnen.

Ein Grund mehr, dass jetzt besonders auf die tatsächlichen Ergebnisse geblickt wird. Ob die Kampagne 2010 – möglicherweise mit neuen Elementen – fortgesetzt wird, steht noch in den Sternen. Es gebe Überlegungen im Ministerium, sagt Bergbold. Doch nichts Genaues weiß man nicht. Außer, dass die Bildungsprämie, mit der der Staat Weiterbildungswilligen 50 Prozent der Seminargebühren erstattet, sich seit dem 1. Januar auf maximal 500 Euro – vorher 154 Euro – beläuft.  (fb)
 

Newsletter

Sie wollen immer auf dem Laufenden sein?

Magazin & Werkstatt