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Victoria Wagner
22.06.2016   News
Globale Führungsrolle für Vicky Wagner
 
Das Agenturnetzwerk Ketchum hat ein neues weltweites Führungsgremium, das Global Leadership Council (GLC) gegründet. Das Gremium wurde neu geschaffen, um "neue Stimmen und Perspektiven für den besten Dienst am Kunden einzubringen", weltweit das Geschäft anzukurbeln und die strategische Agenda festzulegen, hieß es. Auch Deutschland ist darin vertreten - doch nicht etwa durch Ketchum-Pleon-Chef Dirk Popp, sondern durch Victoria Wagner, Gründerin und CEO der Düsseldorfer Agentur Brandzeichen.
Das GLC setze sich zusammen aus führenden Managern von Ketchums wichtigsten Regionen, Geschäftseinheiten und Etats sowie anderen strategisch wichtigen Bereichen, erklärte die Agentur in der offiziellen Verkündung. Das Gremium ersetze das bisherige Executive Committee und werde den Wert für die Kunden steigern, weil es breit aufgestellt sei und aus führenden Managern bestehe, "die herausragende Erfahrung auf den größten und erfolgreichsten Etats haben sowie Unternehmen, innovative Produkte und Dienstleistungen für Kunden aufgebaut und die tief verwurzelte Kultur des Miteinanders gefördert haben, die uns seit Langem auszeichnet", sagte Ketchum-CEO Rob Flaherty. Die Mitglieder des Gremiums werden alle zwei Jahre neu bestimmt.
Vor diesem Hintergrund wirkt es merkwürdig, dass Wagner und nicht Popp dem Gremium angehört. Was ist da los? Auf Anfrage des PR Reports sagte Europa-Chef David Gallagher: "Die Entscheidung über die Zugehörigkeit im GLC war keine zwischen zwei Personen in einem Land. Wir wollten eine repräsentative Gruppe von Führungspersonen aus allen Teilen der Firma inklusive schnell wachsenden und vor Kurzem akquirierten Einheiten wie Ketchum Digital, Ketchum Sports and Entertainment sowie Brandzeichen, die Vicky so erfolgreich führt."
Zumindest bezogen auf den Umsatz und die Mitarbeiterzahl leitet Popp im für Ketchum wichtigen deutschen Markt eine wesentlich größere Organisation, noch dazu mit der bekannteren Marke. Ketchum hatte Brandzeichen im Juni 2013 gekauft. Im Jahr vor der Übernahme hatte Wagners Agentur, spezialisiert auf Markenkommunikation und Lifestyle, laut Pfeffer-Ranking von 2012 mit 35 Mitarbeitern einen Honorarumsatz von rund 3,5 Millionen Euro verbucht, Ketchum Pleon mit 330 Mitarbeitern rund 41 Millionen Euro.
Im aktuellen Pfeffer-Ranking ist Ketchum Pleon (insgesamt 423 Mitarbeiter im Jahr 2015) als Zweitplatzierter mit 49,5 Millionen Euro Honorarumsatz gelistet, die Umsätze der beiden Marken Brandzeichen (64 Mitarbeiter im Jahr 2015) und Emanate mit eingerechnet. Laut Pfeffer kam Wagners Agentur im Jahr 2015 auf einen Honorarumsatz von 6,6 Millionen Euro und konnte diesen somit seit der Übernahme durch Ketchum Pleon nahezu verdoppeln.
Ein Teil des Wachstums bei Ketchum Pleon in den vergangenen Jahren ist also durch Brandzeichen getrieben. Indes: Brandzeichen dürfte nach der Übernahme davon profitiert haben, dass Ketchum Pleon das hiesige Geschäft mit dem Großkunden Procter & Gamble dem Vernehmen komplett an die Tochter abgegeben hat.
Gallagher sagte: "Ketchum Pleon hat sich in den vergangenen Jahren zu einem großen Gewinn für uns entwickelt. Die Agentur konnte talentierte Mitarbeiter gewinnen, holte wichtige Awards und ist bekannt für ihre Kreativität." Er sei zufrieden mit der Entwicklung von Ketchum Pleon und Brandzeichen.
Bereits Ende Mai war Wagner zum Partner ernannt worden - und war in der entsprechenden Verlautbarung zusammen mit drei anderen neuen Partnern besonders hervorgehoben worden.
Autor: Daniel Neuen
 

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