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Emilio Galli Zugaro
28.05.2016   News
"Der Gorilla wird nie aussehen wie Marilyn Monroe"
 
Emilio Galli Zugaro fordert ein Umdenken bei Kommunikationsmanagern. "Wenn Kommunikatoren einen höheren Marktwert erzielen, mehr Spaß und Sinn bei der Arbeit haben wollen, müssen sie zum profitablen Wachstum des Unternehmens beitragen. Und dafür reicht es nicht, Sprachrohr zu sein", sagte der langjährige Kommunikationschef der Allianz im Interview in der aktuellen Ausgabe des PR Report.

"Krise, Medienarbeit und die ganz klassische Kommunikation können viele. Das ist der rote Ozean der Kommunikation: Hier ist der Konkurrenzkampf groß, die Großen fressen die Kleinen und das Wasser ist voller Blut", ergänzte Galli Zugaro, der sich als Berater und Coach neu erfunden hat. "Aber es gibt nur einige wenige, die im blauen Ozean der Communicative Leadership schwimmen und als Leistungsversprechen anbieten können, zum profitablen Wachstum des Unternehmens beizutragen, also mitzuhelfen, Geld zu verdienen. Wer das bietet, überzeugt auch den härtesten Finanzvorstand."

"Schafft die Kommunikatoren ab!", hatte Galli Zugaro schon vor Jahren gefordert. "Das war eine Hyperbole. Sie sollte zeigen, dass der Kommunikator alten Typs, der im Elfenbeinturm mit dem CEO kommuniziert und von allen anderen als nutzlose Kakerlake empfunden wird, weil er nur Pressearbeit macht, aber keine Ahnung von den Produkten und Prozessen des Unternehmens hat, ersetzt gehört. Dieser alte Typus weiß nicht, wie die Stakeholder denken. Er versucht nur, ein Image zu projizieren, dem sich das Unternehmen durch eine "Lipstick-on-a-Gorilla"-Taktik anzupassen versucht. Der Gorilla wird aber nie aussehen wie Marilyn Monroe", sagte Galli Zugaro. "Zur Beruhigung: Autistische Zahlenfresser an der Spitze von Unternehmen wird es auch in 50 Jahren geben. Der alte Typus eines Kommunikators wird also immer einen Nutzwert haben."

Auf die Frage, ob Frauen auf Spitzenpositionen in der Kommunikation auf dem Vormarsch seien, sagte Galli Zugaro: "Das wäre gut. Empathie ist fundamental für einen guten Kommunikator. Diese Fähigkeit ist in der Regel in den Biographien der Frauen, die jetzt zwischen 30 und 50 Jahren alt sind, wesentlich besser ausgeprägt als bei Männern, die sich tendenziell in Röhreninteressen bewegt und weniger Kontakt zu anderen Stakeholdern hatten. Auch wenn es natürlich einige wenige Männer gibt, die sich einige Monate um die Kinderbetreuung gekümmert haben ..."

Die weiteren Themen der aktuellen Ausgabe im Überblick.
 

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