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News / Siemens, Daimler und Deutsche Bank gehen voran
Top 17 im Digitalisierungs-Ranking (Anm.: grau=Industrie/Maschinenbau; grün=Banken/Versicherungen; violett=Chemie/Pharma; Grafik: Instinctif Partners)
26.11.2015   News
Siemens, Daimler und Deutsche Bank gehen voran
 
Welche Unternehmen in Deutschland im digitalen Zeitalter angekommen sind und welche noch hinterherhinken, das will Instinctif Partners mit seinem "Digital-Kultur-Check" aufzeigen. Als Vorreiter erweisen sich demnach Siemens, Daimler und Deutsche Bank. Diese drei Unternehmen liegen im Digitalisierungsranking vorn, weil sie laut der Studie in Hinblick auf die strategische Bedeutung, die sie dem Thema Digitalisierung beimessen, die Nutzung digitaler Kommunikationskanäle und die Übermittlung ihrer Botschaften insgesamt am besten abschneiden.

Die Beratungsfirma Instinctif Partners (Köln, Frankfurt, München, Berlin) hat für ihre Studie die 30 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland aus den Branchen Industrie und Maschinenbau, Banken und Versicherungen sowie Chemie und Pharma herangezogen. Deren Webseiten, Social Media-Kanäle sowie Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte prüfte sie auf das Thema Digitalisierung und die Kommunikation dazu ebenso ab wie die Medienresonanz und Google-Suchen. Untersuchungsgebiete waren:

- Botschaften: Spricht das Unternehmen über die Digitalisierung, wer spricht darüber und wie sortiert das Unternehmen den Megatrend für das eigene Geschäft strategisch ein?
- Verhalten: Wie gut und dialogorientiert werden die zur Verfügung stehenden neuen digitalen Kommunikationskanäle genutzt, wie transparent und verantwortlich handelnd zeigt sich das Unternehmen dabei?
- Übermittlung: Wie professionell und erfolgreich positioniert sich das Unternehmen in der digitalen Welt, welche Reichweite erlangt es und was kommt in der Öffentlichkeit an?

Jedes Unternehmen wurde im Juli und im August in Bezug auf insgesamt 24 verschiedene Kriterien von jeweils zwei Analysten geprüft. Als einzige haben Siemens, Daimler und Deutsche Bank fünf Sterne (>250 Punkte; max. 300) erhalten. Insgesamt sieben Unternehmen erhielten keinen Stern. Bei den Schlusslichtern, allen voran der Salzgitter AG und der Rheinmetall AG, wird der Untersuchung zufolge zwar in Ansätzen digital kommuniziert, dem Thema jedoch keine hohe strategische Bedeutung in der Kommunikation eingeräumt. "Handlungsbedarf ergibt sich besonders für die Unternehmen, die dabei eine Lücke erkennen zwischen kommunizierter und tatsächlicher Bedeutung der Digitalisierung für ihr Unternehmen und ihre Branche", sagt Horst Müller-Peters von der Technischen Hochschule Köln, der die Studie mit konzipiert hat.

Die größten Unterschiede innerhalb der drei untersuchten Branchen lassen sich im Sektor Industrie und Maschinenbau feststellen. Hier erreichen vier von zehn Unternehmen keinen Stern. Im Finanzsektor erzielen drei der fünf ausgewählten Banken insgesamt vier beziehungsweise fünf Sterne. Die Versicherer bleiben hinter den Banken zurück: Drei von fünf Versicherungen bekamen nur null bis zwei Sterne. In der Chemie- und Pharmabranche wird das Thema Digitalisierung noch nicht überall als Megatrend erfasst, wenngleich die bestehenden digitalen Kommunikationskanäle bereits relativ gut genutzt werden. Vier der zehn untersuchten Unternehmen erhalten dennoch vier Sterne, weitere vier Unternehmen rangieren mit zwei oder drei Sternen im Mittelfeld.

Eine Zusammenfassung der Digital-Kultur-Studie gibt es auf instinctif.de/digitalkulturcheck.
 

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