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News / Geplante Interaktion
10.12.2009   News
Geplante Interaktion
 

Sieben von zehn deutschen Firmen wollen wissen, wo genau im Internet sich ihre Zielgruppe herumtreibt, was sie über die Marke sagt und welche Themen sie umtreibt.

60 Prozent nutzen Twitter bereits oder wollen es 2010 tun. 68 Prozent möchten mit den Meinungsmachern des Webs interagieren und von Bloggern beachtet werden. 65 Prozent planen, sich in Foren, Networks und Communities zu engagieren. Nur jedes dritte Unternehmen will dagegen eventuell ein eigenes Corporate Blog starten. Meist wird ein zu hoher Aufwand gefürchtet.

Die Zahlen basieren auf einer Auswertung von Walter Visuelle PR unter 41 Webinar-Teilnehmern. Die Wiesbadener Agentur machte daraus kurzerhand die Headline: „Unternehmen planen Interaktion im Netz“.

Was sollen sie auch anderes planen, möchte man fragen, angesichts einer aktuellen Flut von Berichten, Studien, Meldungen, Statements und Empfehlungen zum Thema „Social Media“. Das Wort Hype trifft es wohl ganz gut. Eine kleine Auswahl aus den vergangenen Wochen: „Dax-Unternehmen und Social Media: halbherzig und unfertig“ (PR Com), „Twitter in Unternehmen: ,Klasse statt Masse zählt’“ (Günter Exel), „Kluft zwischen Berichterstattung über Social Media und Einsatz im Redaktionsalltag“ (Schwartz Public Relations), „Studie: Führungskräfte kennen Web 2.0 nicht“ (Brain Injection), „Dax-30-Firmen im Web 2.0 noch ohne Strategie“ (Lothar Rolke), „Große Nachfrage nach Social Media Marketing“ (Szene1), „Warum Unternehmen und Social Media nicht zusammenpassen“ (Social Web Breakfast Hamburg), „Twitter dominiert Top-100-Webseiten des Jahres“ („The Guardian“). Und so weiter.

Kürzlich veröffentlichte der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) „Richtlinien für den respektvollen Umgang in Social Media“. Und damit es auch alle Werber und PRler zwischen Hamburg und München, zwischen Berlin und Düsseldorf verstehen und beherzigen, wenn sie in Blogs unterwegs sind, bekam das Kind gleich noch einen eingängigen Namen verpasst: „Social Media Code of Ethics“.

Ob das die Reaktion ist auf das vom Oxford English Diary gekürte Wort des Jahres 2009? Immerhin heißt es „unfriend“ und bezeichnet als Verb die Streichung eines Kontaktes aus Social Networks wie Facebook.  (fb)

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