Please wait...
News / B-To-B-Mittelständler feilen verstärkt an Arbeitgebermarke
* genannt wurde: B-To-B-Business, Branche, Bekanntheit, Image passt nicht zur Realität, Zeitarbeit (Grafik: HdM-Studie "Employer Branding und Produktreputation")
10.09.2015   News
B-To-B-Mittelständler feilen verstärkt an Arbeitgebermarke
 
Fast die Hälfte der mittelständischen Unternehmen, die auf dem B-To-B-Sektor für Konsumenten unbekannte Industriegüter und -dienstleistungen herstellen und vertreiben, hat nach eigenen Angaben ein Imageproblem. Die Firmen kämpfen unter anderem mit dem Ruf mangelnder Modernität und schlechtem Führungsstil. Das erschwert das Werben um neue Mitarbeiter und Fachkräfte.

Die Lösung könnte in einer verbesserten Kommunikation liegen. Davon gehen jedenfalls rund 60 Prozent der Experten aus, die im Rahmen einer Studie zu Employer Branding und Produktreputation der Hochschule der Medien (HdM) befragt wurden. Bei den Umfrageteilnehmern handelt es sich um 88 Fachleute aus Handel, Produktion und Dienstleistung, die vorwiegend im Marketing oder Personalbereich tätig sind, aber auch als Geschäftsführer mit den Themen vertraut sind. Knapp 26 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass ein Unternehmen mit schlechter Reputati­on kein guter Arbeitgeber sein kann. Etwa 60 Prozent sind der Ansicht, dass die Reputation eines Unternehmens entscheidend für die Bewerbungsentscheidung sein kann.

Kein Wunder also, dass die Bildung einer Arbeitgebermarke der Online-Expertenbefragung zufolge wichtiger wird. 40 Prozent der Mittelständler verfügen bereits über eine definierte Arbeitgebermarke im Unternehmen. Bei weiteren 30 Prozent ist dies aktuell in Planung. Ins Employer Branding investieren rund zehn Prozent mehr als 200.000. Bei weiteren 30 Prozent werden Budgets zwischen 20.000 und 200.000 Euro freigestellt. Die steigende Bedeutung des Themas zeigt sich auch in der internen Ressourcen-Nutzung für Employer Branding. So gaben rund 76 Proezent an, interne Ressourcen mit eigenem Know-how aufzubauen. Bei knapp 36 Prozent gibt es ein festes oder temporäres eigenständiges Employer Branding-Team im Unternehmen.

Fast alle Experten sehen in ihrer eigenen Employer Branding-Nutzung Verbesse-rungspotenzial. Dabei wünschen sich die meisten eine klarere Definition ihrer Arbeitgebermarke. Die Teilnehmer sind sich einig, dass die Faktoren Authentizität und Transparenz in der Ansprache die wichtigsten Faktoren für die Bewerber sind. Das Unternehmensimage sehen immerhin 38 Prozent als sehr wichtig, 55 Prozent als wichtig an. Mit jeweils knapp 50 Prozent halten die Befragten aber auch etablierte Marken und gute Produktreputation für wichtige Faktoren in der Bewerberansprache.

Die Studie steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Magazin & Werkstatt