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News / „Die Grenzen zwischen den Disziplinen verschwimmen“
Elisabeth Schick ist Leiterin Kommunikation und Regierungsbeziehungen beim Chemiekonzern BASF
26.03.2015   News
„Die Grenzen zwischen den Disziplinen verschwimmen“
 
Forschungsprogramm „Value Creating Communication“ Im Rahmen des von der Akademischen Gesellschaft für Unternehmensführung & Kommunikation initiierten Forschungsprogramms „Value Creating Communication“ wollen mehr als 30 deutsche und internationale Konzerne wesentliche Fragen zur Zukunft der Unternehmenskommunikation klären. Ziel ist es, ein gemeinsames aktualisiertes Verständnis von Profession und Aufgaben, Fähigkeiten und Rahmenbedingungen zu erarbeiten und die wertschaffenden Beiträge eines veränderten Kommunikationsansatzes darzustellen. BASF-Kommunikationschefin Elisabeth Schick äußert sich zu den Hintergründen des Projekts.

Frau Schick, was versprechen sich die in der Akademischen Gesellschaft vertretenen Unternehmen von dem Programm?
Wir sind sicher, dass die Ergebnisse uns helfen werden, die Unternehmenskommunikation gezielt weiterzuentwickeln. Längerfristig wird durch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis die strategische Bedeutung der Kommunikation steigen.

Inwiefern hat sich denn die Kommunikation in den letzten Jahren verändert?
Rasant verändert hat sich die digitale Vernetzung und damit die Art, wie wir uns informieren und miteinander kommunizieren. Kommunikation ist heute noch schneller und dialogorientierter. Zudem verschwimmen die Grenzen zwischen den einzelnen Kommunika- tionskanälen und -disziplinen, hin zu einer immer stärker integrierten Kommunikation.

Ist die Frage des Wertbeitrags von Kommunikation, der auch analysiert werden soll, nicht schon längst rauf und runter diskutiert worden und gibt es nicht schon genug Messgrößen?
Genau darin liegt die Schwierigkeit. Die Forschung auf diesem Gebiet ist zwar vorhanden, aber gleichzeitig sehr fragmentiert. Durch das Forschungsprogramm der Akademischen Gesellschaft sehe ich vor allem die Chance, zu einem einheitlicheren Verständnis darüber zu gelangen.

Wieso braucht es erneut eine Rechtfertigung für den Anspruch der Unternehmenskommunikation, auf Führungsebene verankert zu sein?
Das Programm, das wir Anfang dieses Jahres auf den Weg gebracht haben, ist vor allem wichtig, um ein konsistenteres Profil unserer Profession zu entwickeln und den Beitrag zur Wertschöpfung klarer herauszuarbeiten. Wissenschaftlich fundierte Argumente helfen.

Was muss sich Ihrer Meinung nach in der Organisation von Kommunikation ändern?
Es gibt darauf keine einheitliche Antwort, denn jedes Unternehmen muss für sich die richtige Organisation entwickeln. In jedem Fall aber spielen interdisziplinäre Zusammenarbeit und themenorientierte Kommunikation eine größere Rolle, die sich zum Beispiel in einer Newsroom-Struktur ablesen lässt.

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