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24.11.2009   News
DRPR rügt VDB, Eppa, Berlinpolis und Denkfabrik Berlinpolis
 

Wegen verdeckter PR im Jahr 2008 hat der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) eine öffentliche Rüge gegen den Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V. (VDB), die Agentur European Public Policy Advisers (Eppa), die Agentur Berlinpolis und die Denkfabrik Berlinpolis e.V. ausgesprochen.

Unter anderem hätten Berlinpolis-Mitarbeiter demnach in diversen Medien Leserbriefe und Fachartikel zum Thema „Biokraftstoffe“ veröffentlicht und dabei nie den VDB als Auftraggeber und überwiegend auch nicht ihren Arbeitgeber genannt. Es sei gegen verschiedene Kodizes der Branche verstoßen worden, insbesondere gegen das Transparenzgebot des DRPR zur Kontaktpflege im öffentlichen Raum.
Ein Text aus der Kampagne für den VDB sei auch auf einem Online-Portal des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie – NRW.Kreative Ökonomie – erschienen, das zum damaligen Zeitpunkt von Berlinpolis betreut wurde. Im Vorfeld der Rüge hat die NRW-Landesregierung Anfang November der Agentur den Auftrag für das so genannte Clustermanagement Kultur- und Kreativwirtschaft entzogen.
Die Agenturen Eppa und Berlinpolis und der Think Tank Berlinpolis waren vom DRPR bereits für „no badge“-Aktionen (verdeckte PR) im Auftrag der Deutschen Bahn AG öffentlich gerügt worden.
Bereits am vergangenen Freitag hat der DRPR die Dokumentation der Aktivitäten und Entscheidungen der letzten 20 Jahre des DRPR vorgestellt. Sie wurde vom langjährigen DRPR-Vorsitzenden Horst Avenarius und Günter Bentele, Lehrstuhlinhaber für Öffentlichkeitsarbeit/PR an der Universität Leipzig, herausgegeben. Das Buch „Selbstkontrolle im Berufsfeld Public Relations: Reflexionen und Dokumentation“ (VS Verlag, 312 Seiten, ISBN-10: 3531163108, ISBN-13: 978-3531163109) kostet im Handel 34,90 Euro.