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Ernst Primosch
17.05.2018   Menschen
Ernst Primosch wird neuer Deutschland-Chef von Edelman
Rund anderthalb Monate nach dem Knall-auf-Fall-Abgang von Susanne Marell hat Edelman einen neuen Deutschland-Chef gefunden: Ernst Primosch übernimmt im Juli die Führung der Agentur.
Primosch ist seit dem vergangenen Jahr Executive Chairman bei Hill+Knowlton Strategies. 2010 war er bei der Netzwerk-Agentur als CEO für Deutschland und die DACH-Region eingestiegen. Zuvor war er lange Jahre für den Dax-Konzern Henkel tätig, zuletzt als Global Corporate Vice President und Head of Corporate Brand Management, Corporate Communications und CSR.
 
In diese Zeit fiel die weltweite Neupositionierung des Unternehmens von einem deutschen Chemie- zu einem globalen FMCG- und Technologiekonzern - und Primosch erwarb sich den Ruf als Markenexperte. Vorherige Stationen waren Siemens, Schwarzkopf und Porter Novelli.

Primosch wird direkt an Edelmans Europa-Chefin Carol Potter berichten. Sie sagte: „Ernst Primosch ist eindeutig einer der erfahrensten, angesehensten und am besten vernetzten Kommunikations- und Branding-Experten in Europa. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass seine Vision für die Unternehmens- und Markenkommunikation hervorragend zu unseren eigenen Vorstellungen bei Edelman passt. Ich konnte mir sofort vorstellen, wie er unser Unternehmen als innovativste und stark zukunftsorientierte Kommunikationsagentur in Deutschland auf die nächste Erfolgsstufe führen könnte.”

Primosch sagte: „Ich habe Dan und Richard Edelman vor 20 Jahren während meiner Zeit in Asien kennengelernt. Seitdem kenne und respektiere ich das Edelman-Team. Ich freue mich, das Steuer in einer Zeit zu übernehmen, in der die Ziele für diesen sehr wichtigen Markt hoch gesteckt sind. Eine Aufgabe, die ich mit Begeisterung annehme und für die ich meine ganze Erfahrung einsetzen werde.”

Richard Edelman sagte: „Diese Ernennung unterstreicht unser Engagement für Edelman Deutschland als unseren zweitgrößten Markt in der Region EMEA. Wir sehen großes Potenzial im Ausbau unseres dortigen Geschäfts mit DAX-30-Unternehmen. Und als Familienunternehmen haben wir auch ein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit Privatunternehmen in Deutschland.”
 
Auffällig: Der Agentur-Chef spricht nicht mehr von "Edelman Ergo". Das könnte darauf hindeuten, dass der Zusatz rund zweieinhalb Jahre nach der Übernahme von Ergo nun getilgt wird.
 
Primosch-Vorgängerin Susanne Marell hatte Edelman Ende März verlassen. Im aktuellen Umsatz-Ranking der PR-Agenturen ist für die Agentur ein Minus von 3,1 Prozent verzeichnet.


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