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Sabine Hückmann
07.02.2018   Menschen
Sabine Hückmann ist neue Chefin von Ketchum
Knapp zwei Wochen nach dem angekündigten Abgang von CEO Victoria Wagner beruft Ketchum Deutschland eine interne Nachfolgerin: Sabine Hückmann übernimmt ab sofort die Führung. Entsprechende Informationen des PR Reports bestätigte die Agentur auf Anfrage.
Hückmann leitet seit 20 Jahren den Standort in Stuttgart. Die 52-Jährige betreut dort Kunden wie den Autozulieferer Bosch und den Stromkonzern Enbw. Seit Anfang 2017 verantwortet sie zudem das Frankfurter Büro. Als Managing Partner sowie Chief Innovation Officer gehört sie dem Führungskreis der Omnicom-Tochter an und hat sich den Ruf einer Technologie- und Digitalexpertin erworben.
 
Hückmann rückt in unruhigem Fahrwasser an die Spitze. In den anderthalb Jahren unter der Führung von Wagner, die erst im Sommer 2016 Nachfolgerin von Dirk Popp geworden war, gab die einstige Agentur-Ikone kein gutes Außenbild ab. Positive Nachrichten gab es kaum, dafür eine Serie von Abgängen teils namhafter Mitarbeiter und die Entlassung von 18 Angestellten. Im Umsatzranking rangiert der langjährige Marktführer derzeit nur noch auf dem dritten Platz und im jüngst veröffentlichten PR-Kreativranking rutschte Ketchum von Platz eins auf Rang vier ab.
 
Dass Wagner die Agentur nun schon wieder verlässt und wohl eine neue Agentur starten will, hat intern und extern viele überrascht. Dabei hatte sie angekündigt, die Agentur wieder zum Marktführer machen zu wollen. Dem Vernehmen nach hatte sie bereits gestern ihren letzten Arbeitstag.
 
Wagner sagte, dass die Agenturgruppe „nach Restrukturierung und Neuausrichtung, der Entwicklung unserer Strategie für die nächsten Jahre sowie der erfolgreichen Zusammenführung“ von Ketchum Pleon, Brandzeichen und Emanate „gut für die Zukunft aufgestellt“ sei: „Daher verlasse ich die Agentur mit einem guten Gefühl und bin sicher, dass sich Ketchum Deutschland weiterhin erfolgreich entwickeln wird.“
 
Der Umsatz im Jahr 2017 liege etwa auf dem Niveau des Vorjahres mit knapp 49 Millionen Euro, so Wagner: „Die Basis für Wachstum im Jahr 2018 ist gesetzt, auch weil wir im vierten Quartal einen Etat von Henkel gewonnen haben. Die Agentur ist im Plan.“
 
Die Brandzeichen-Gründerin gilt in der Branche vor allem als Marken-Expertin, weshalb Beobachter von Anfang an Zweifel gestreut hatten, ob sie eine große und breit aufgestellte Agentur wie Ketchum Pleon erfolgreich führen könne.
 
Hückmann kennt sich laut Agentur vor allem in den Bereichen Unternehmens- und Marketingkommunikation, Change, Krise sowie Presse- und Medienarbeit aus. Zwar gilt sie als erfolgreiche Standortchefin, Skeptiker wenden indes ein, dass sie mit Stuttgart und Frankfurt bislang zwei der kleineren Standorte im deutschen Ketchum-Reich führte. In beiden Büros sind der Agentur zufolge insgesamt 45 Mitarbeiter tätig. Zudem sei sie für das rund 20-köpfige Research-und-Analytics-Team verantwortlich. Insgesamt hat die Agenturgruppe derzeit rund 370 Mitarbeiter.
 
Hückmann berichtet an Mark Hume, Chief Operating Officer und Chief Financial Officer von Ketchum Europe.
 
Barri Rafferty, weltweite Chefin von Ketchum, sagte, Hückmann sei „der Inbegriff kooperativen Arbeitens und fördert leidenschaftlich gerne Mitarbeiter. Kunden schätzen sie als Partner mit ihrer umfassenden Expertise, insbesondere in Fragestellungen der Digitalen Transformation“.
 
Hückmann sagte: „In noch engerer Zusammenarbeit mit Barri und Mark werde ich mich für ein Agenturverständnis einsetzen, das über Länder- und Disziplingrenzen hinausreicht. Dieser Ansatz fokussiert auf innovative, datengetriebene Strategien, die die Zukunftsfragen unserer Branche beantworten.“ Sie kündigte an, den von Wagner eingeleiteten Strategieprozess fortsetzen zu wollen.


Von Daniel Neuen


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