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News / Gemeinsame Werte gehen in Netzwerken vor Geschäft
Nach Ansicht der Clubmitglieder resultiert eine starke Verkaufsorientierung in einem schlechten Image vieler Netzwerke.
03.05.2012   News
Gemeinsame Werte gehen in Netzwerken vor Geschäft
 
Mitglieder von professionellen Netzwerken suchen weniger das große Geschäft, sondern Menschen mit ähnlichen Wertvorstellungen. Das geht aus den Ergebnissen einer Networking-Umfrage von Goldmedia Custom Research für das "Networking-Institut" Dictyonomie hervor.
Erwartungen der Teilnehmer
Von den 100 befragten Entscheidern, die in mindestens zwei professionellen und wirtschafts-orientierten Clubs Mitglied sind, gaben 10 Prozent an, sie würden ihr Netzwerk verlassen, wenn sie im Netzwerk keine Aufträge für sich generieren können. 83 Prozent würden aus ihrem Netzwerk aussteigen, wenn sie sich dort von zu vielen Menschen mit klaren Verkäuferinteresse umgeben fühlen. 64 Prozent sehen das laut Dictyonomie schlechte Image vieler Netzwerke darin begründet, weil es dort "zu sehr ums Verkaufen geht".

28 Prozent der Befragten sehen Netzwerk-Beziehungen am ehesten für "Weiterempfehlungen" geeignet, die eine Mehrheit von 54 Prozent sucht lediglich Informationsaustausch in Netzwerken. 

Bei der Frage, welches die wichtigsten Erwartungen an ein Netzwerk seien, waren die meist genannten Antworten (mit jeweils 45 und 44 Prozent): "Neue Menschen kennen lernen" und "Horizont erweitern".
Wertegemeinschaft
Die meisten Profi-Netzwerker suchen laut der Umfrage in Clubs klassische Werte wie Vertrauen, Ehrlichkeit, Integrität, Respekt. Auf die Frage, was den Beziehungen innerhalb eines Netzwerks am meisten schade, antworteten jeweils 97 Prozent "wenn man in kriminelle Handlungen hineingezogen wird" oder "wenn das eigene Vertrauen missbraucht wird". 96 und 93 Prozent der Befragten sehen die Verletzung von "Aufrichtigkeit" und "Wertschätzung" als Netzwerk-Killer.



Auch die Einstellungen der Clubmitglieder zu Vetternwirtschaft und Korruption hat das Institut abgefragt: 72 Prozent empfinden es als schädlich, wenn Beziehungen sich zu Vetternwirtschaft entwickeln. Ein Drittel (34 Prozent) der Clubmitglieder glauben, dass Netzwerke korruptes Verhalten fördern und deshalb in der Öffentlichkeit ein schlechtes Image haben.
Selbstkritik
Die Einstellung der Clubmitglieder zur vermeintlichen Exklusivität kann ein wichtiger Hinweis für Netzwerk-Organisatoren sein: Jeweils die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass das schlechte Image von Netzwerken aus zu sehr inszenierter Exklusivität erwächst, oder daher stammt, dass häufig "nicht die Mitglieder zählen und das Netzwerk nur zum Vorteil der Organisation besteht".