06.06.2014 |   Knaller vor Pfingsten

Karl-Heinz Heuser verlässt Burson-Marsteller

Karl-Heinz Heuser verlässt Burson zum Jahresende
Karl-Heinz Heuser verlässt Burson zum Jahresende

Ein Paukenschlag kurz vor dem Wochenende: Karlz-Heinz Heuser (Foto), der langjährige Deutschlandchef der amerikanischen Netzwerkagentur Burson-Marsteller, verlässt die Agentur.

Bis zuletzt schien Heuser einverstanden mit dem Job in einem anspruchsvollen Netzwerk. Jetzt geht er nach eigener Aussage auf eigenen Wunsch, nachdem die Agentur im Sommer 40 Jahre Präsenz in Deutschland gefeiert hat. "Ich hatte eine sehr gute und erfolgreiche Zeit bei Burson-Marsteller, jetzt möchte ich wieder zu meinen unternehmerischen Wurzeln zurückkehren und als selbständiger Unternehmer und Berater mit einem eigenen Angebot arbeiten", so Heuser zu seinem Abgang.

Bereits in den 80er-Jahren hatte Heuser mit seiner Agentur PR Bonn eine der ersten Public-Affairs-Beratungen in Deutschland aufgemacht, die Agentur Ende der 90er-Jahre dann an Weber Shandwick verkauft. Seine engen Drähte als Public-Affairs-Grande in die Berliner Politik und zu großen internationalen Unternehmen sind bekannt, im besonderen etwa zur FDP und dem Burger-Unternehmen McDonald's, das nicht zuletzt dank dieser persönlichen Beziehung zu Heuser der Agentur über viele Jahre die Treue hielt.

Heuser geht zum Jahresende nach zehn Jahren als CEO. "Geplant ist, dass Heuser Burson-Marsteller weiterhin als Senior-Berater und Chairman verbunden bleiben wird", heißt es aus Frankfurt. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.

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Kommentare

Arthus Achwas am 07.06.2014 um 20:25
Karl-Heinz Heusser geht... ob dieser Abgang aber wirklich so ganz freiwillig war stellt sich die Frage?

Wenn man die Agentur Burson-Marsteller Deutschland in den letzten Jahren genauer betrachtet hat, wird man feststellen, dass die Umsätze seit langem stagnieren und in letzter Zeit auch wieder einmal eine sehr hohe Personalfluktuation auf allen Ebenen stattgefunden hat.
Dafür ist in hohem Maße auch Heuser verantwortlich, der nicht zuletzt durch schlechte Personalpolik und Fehlbesetzungen in den Führungspositionen der verschiedenen Practices für Unruhe gesorgt hat. So wurden zum Beispiel die erst vor kurzem als Managing Director eingestellte Daniela Puttenat nach nur ca. 6 Monaten bereits wieder entlassen und auch Karin Bollo die ebenfalls als Managing Director bei Burson-Marsteller in Frankfurt tätig war musste nach kurzem Gastspiel ihren Hut nehmen.

Beide "Führungspersönlichkeiten" wurden maßgeblich von Heuser ausgesucht und eingestellt. Das sind nur zwei von zahlreichen Beispielen der Vergangenheit. Da war es nur noch eine Frage der Zeit bis die europäische Führung der WPP dem Treiben von CEO Heusser Einhalt gebietet.

Wie zu erfahren war stellte Heuser nach der Ankündigung seines Rücktritts in der Personalversammlung die Frage „wollt Ihr sonst noch etwas wissen?“ Ein Frage die sicher viele auf den Nägeln gebrannt hat hätte lauten können „warum erst jetzt?“.

Es bleibt Burson-Marsteller nur zu wünschen, dass der Nachfolger auf die von Porschefahrer Heuser angebotene Hilfe als "Senior-Berater und Chairman" verzichtet und einen eigenen Führungsstil mitbringt, der zum einen die Agentur vorantriebt und auch für die Mitarbeiter wieder ein Umfeld schafft in dem wieder gerne gearbeitet wird.

Die Loyalität und Einsatzfreude der Mitarbeiter muss man sich auch als CEO erst verdienen und kann sie nicht anordnen.

Ich wünsche allen "Burson-Persons" viel Glück.

A.A.
 

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