16.09.2015 |   Positionierung in der Klimadebatte

Edelman beendet Arbeit für Kohleproduzenten

Nach Problemen mit Kunden und Mitarbeitern wegen der uneindeutigen Haltung der Agentur zum Thema Klimawandel beendet Edelman seine Arbeit für Kohleproduzenten und andere Auftraggeber, die den Klimawandel leugnen. Das gilt auch für Organisationen, die Maßnahmen gegen die weltweite Erwärmung verhindern wollen. Das geht aus einem internen Memo hervor, das der britischen Tageszeitung "The Guardian" vorliegt.

In einer E-Mail an das globale Management-Team schrieb Edelman-COO Matthew Harrington laut "The Guardian" im Juli: "Wenn es darum geht, über die Aufträge unserer Kunden zu entscheiden, haben uns Experten wiederholt geraten, für den einen Fall abzulehnen, dass es sich bei den Aufträgen um das Leugnen des Klimawandels und ähnliche Aktivitäten handelt".

Zuvor hatte Edelman, ebenfalls nach einem Bericht des "The Guardian", Angestellte, die den Bereich Corporate Responsibility leiteten, nicht zuletzt aufgrund der bis dahin kompromisslosen Haltung der Agentur in Sachen Klimadebatte verloren. Hinzu kam, dass der Sportartikelhersteller Nike bei einem Auftrag mit Bezug zum Thema Klima Edelman nicht berücksichtigt und der niederländisch-britische Nahrungsmittelkonzern Unilever seine Geschäftsbeziehungen zu der Agentur im Zusammenhang mit dem Thema überprüft haben soll.

Vor einem Jahr hatten die NGO Climate Investigations Centre und "The Guardian" 25 weltweit operierende PR-Agenturen zum Klimawandel befragt. Schon damals hatte CEO Richard Edeleman erklärt, dass seine Agentur keine Kampagnen mehr konzipieren würde, die den Klimawandel leugneten.

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